Die Top 5 IoT-Trends 2021

Laut der aktuellen Studie „Internet of Things 2021“ von IDG Research Services in Zusammenarbeit mit Device Insight konnte Corona die Investitionen in IoT nicht stoppen. Im Gegenteil, 42 Prozent der Unternehmen haben ihre Investitionen sogar während der Pandemie verstärkt. 91 Prozent planen dies für die kommenden Jahre. Dies zeigt nachdrücklich, wie wichtig Digitalisierung und das Internet of Things sind. Doch wohin werden die Investitionen fließen? Wir stellen Ihnen hier die fünf wichtigsten IoT-Trends für das Jahr 2021 vor..

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Studie "Internet of Things 2021"
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IoT-Trends-2021

Home-Office in der Smart Factory - Remote Service & Predictive Maintenance

Nicht nur Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich haben ihre Mitarbeiter im Laufe der Pandemie ins Home-Office geschickt. Mithilfe von IoT konnten diesen Schritt auch viele Unternehmen aus der produzierenden Industrie gehen. Remote Service und Predictive Maintenance machen es möglich und gelten schon lange als das Musterbeispiel für IoT-Anwendungen in der Industrie. Zum einen können Techniker weltweit auf ein Maschinennetz zugreifen und so Störungen beseitigen und Wartungsarbeiten durchführen. Auf der anderen Seite macht Predictive Maintenance Fehlerbehebung schon vor Eintritt des Schadens möglich. So spart die technologische Innovation Unternehmen Kosten für aufwändigen Service und Wartung. Zugleich ermöglicht es Mitarbeitern das Arbeiten aus der Ferne.

Dieses Potenzial werden auch dieses Jahr immer mehr Unternehmen erkennen, sodass für diesen IoT-Trend weiterhin Wachstum garantiert ist.

Künstliche Intelligenz trifft IoT

Neben Predictive Maintenance rückt der Fokus aber auch auf die ganzheitliche Verbesserung von Produktionsprozessen. Durch KI können Produktionsabläufe mit Hilfe von Machine Learning Methoden automatisch und fortlaufend optimiert werden.

Das volle Potenzial kann die Technologie jedoch nur entfalten, wenn ausreichend Daten in hoher Qualität vorhanden sind. An diesem Punkt kommt das Internet of Things ins Spiel. Die Verbindung beider Technologien zu einer „Artificial Intelligence of Things“ verringert Abweichungen vom Optimum im Fertigungsprozess und sorgt so für eine verbesserte Performance, weniger Ausschuss und geringere Kosten. Bislang haben erst wenige Unternehmen AIoT im Einsatz. Das dürfte sich 2021 ändern.

Corona als IoT-Treiber

Das Internet of Things spielt gerade in Zeiten der Pandemie seine vielen Vorteile aus und wird in zahlreichen unterschiedlichen Anwendungsbeispielen für Prävention und Gesundheitsschutz eingesetzt. So können intelligente Sensoren vor allem in der Gebäudenutzung, beispielsweise in Schulen, öffentlichen Gebäuden oder auch in Unternehmen, die Ausbreitung des Virus verhindern und die Sicherheit erhöhen. Durch einen Alarm meldet der Sensor, sobald der CO2-Wert in der Luft zu hoch oder die maximale Anzahl der Personen im Raum erreicht ist. Intelligente Sensoren können aber auch in Form von Wearables genutzt werden und die Messung von Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung übernehmen. Bei außergewöhnlichen Werten wird auch hier ein Alarm aktiviert, der den zuständigen Arzt benachrichtigt.

Ein weiteres Beispiel: Auf Basis von Live-Standortdaten via GPS können Besucherzahlen, z. B. in Museen oder Geschäften eingesehen oder virtuelle Warteschlangen genutzt werden, um Zeit zu sparen und unnötige Kontakte zu vermeiden. 2021 wird sicherlich noch weitere Anwendungsbeispiele hervorbringen, in denen das Internet of Things zur Pandemiebekämpfung genutzt wird.

Pay-per-Use und Equipment-as-a-Service-Modelle

Immer mehr Unternehmen erkennen im Internet of Things eine Möglichkeit, Investitionskosten und Risiken zu minimieren. Der Schlüssel dafür sind neue IoT-basierte Pay-per-Use oder Equipment-as-a-Service Modelle. Der Clou daran: Ein Unternehmen kauft nicht mehr eine Maschine oder Anlage, sondern nur deren produktive Leistung. Statt hoher anfänglicher Kosten fallen wiederkehrende, kleinere Ausgaben für den laufenden Betrieb an – ein Shift von Capex zu Opex.

Zugleich wird das Risiko gering gehalten bei zugleich maximaler Flexibilität für eine zukünftige Skalierung. Ein Geschäftsmodell, das wohl auch in der Industrie bald Erfolgsgeschichte schreibt.

Übertragung in Echtzeit - 5G und uRRLC

5G mag aktuell noch in den Kinderschuhen stecken. Dennoch planen laut IDG Research Services bereits 86 Prozent der Unternehmen, 5G zu integrieren. Erste Pilotversuche laufen bereits. Vor allem die hohe Bandbreite und Übertragungsgüte macht die Innovation für viele Unternehmen attraktiv.

Die Verbindung von 5G und Ultra Reliable and Low Latency Communication (uRLLC), ein mögliches Anwendungsprofil des Mobilfunknetzes, ermöglicht dabei sehr kurze Latenzzeiten und robuste Verbindungen. Diese Kombination wird eine zentrale Rolle als Enabler der Digitalisierung in der Industrie spielen.

IoT-Trends 2021: Fazit

Das letzte Jahr konnte bereits zeigen, dass das Internet of Things nicht zu stoppen ist und auch für 2021 stehen die Zeichen auf Wachstum. Anwendungsbeispiele wie Predictive Maintenance und AIoT gewinnen an Bedeutung für die industrielle Fertigung. Auch neue Geschäftsmodelle wie Pay-per-Use und Equipment-as-a-Service und der neue Mobilfunkstandard 5G  bahnen sich ihren Weg in die Unternehmen. Zugleich entpuppt sich Corona als weiterer Wachstumstreiber für das IoT. Wie wir 2020 schon erfahren mussten, ist Gesundheit das wichtigste Gut. Auch in diesem Bereich wird IoT zu einem Game Changer werden.

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